Licht und Schatten - Birgit Lindemann Bildhauerei Lichtobjekte Kunstkurse

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Lichtobjekte
Metamorphosen
Während Archetypen psychosoziale Aspekte des Selbst und der Individuation darstellen, so bilden Mythen einen gesellschaftlich- kulturellen Hintergrund. Mythen, wie die „Metamorphosen“ des Ovid verbinden das Leben mit dem Göttlichen. Es werden Idealtypen sozialer Ereignisse dargestellt, Menschliche Tragik , Verwicklungen des Schicksals. Die Metamorphosen des Ovid bestehen aus 250 Geschichten, in denen oft Transformationen von Menschen in Pflanzen oder Tiere vorkommen. In dieser Arbeit Metamorphosen finden wir zwei Geschichten nämlich Apoll und Daphne, sowie Narcissus. Apoll ist ein Gott, der von einem Pfeil getroffen, in Liebeswahn ausbricht und Daphne verfolgt. Daphne, ebenfalls von einem Pfeil, aber von einer Aversion, getroffen, flieht vor ihm. Sie flieht vor ihm, kann sich ihm aber nicht entziehen, und hat zum Schluß nur noch eine Möglichkeit, nämlich sich selbst zu verwandeln. Sie verwandelt sich in einen Lorbeerbaum.
Wir sehen auf der anderen Seite den Narcissus. Narcissus ist ein junger Mann, der sein Spiegelbild im klaren Wasser sieht und sich in sich selbst verliebt. Er verwandelt sich nachher auch selbst in eine Narzisse, die in sich selbst verliebt ist. Diese Selbstverliebtheit ist psychoanalytisch gesehen ein wichtiger Schritt zum Erschaffen des Selbstwertgefühls. Der primäre Narzissmus ist die Selbstliebe von kleinen Kindern, die notwendig ist, um schließlich als Erwachsener mit einem gut ausgestatteten Selbstwertgefühl das Leben zu beherrschen. Eine Schattenseite des ausgeprägten Narzissmus ist ein Egozentrismus . Wesentlich in dieser Arbeit sehen wir allerdings Alltagsfiguren. Frauen, Männer, alleine, in Gruppen , sich wiederholend, die größer werden, kleiner werden, Gegenbewegungen machen,
aus der ‚Figur des Narcissus herauswachsen, mit ihm verschmelzen, zu Apoll werden, zu Daphne werden, sich verwandeln.
Es bilden sich Überschneidungen, Überschneidungen der Schatten. Die Schatten als der Bereich des Unbewussten. Narcissus in Selbstliebe mit der Frage. Wie verbindet man sich damit?
Die Kuppel selbst ist eine Urform menschlicher Behausung , ein Verweis auf die Geschichte, auf den gesellschaftlich und kulturellen alt- historischen Hintergrund.


"Metamorphose"
"Metamorphose" Video
"Axis Mundi"
"Die Fremden"
Archetypen
Ein Meister im Umgang und der Kontrolle mit dem, was die Welt im Innersten zusammen hält , alchimistisch gesehen, ist der Magier, der auch mit Einsteins Relativitätstheorie und dem Hauptsatz E= mc 2, nämlich die Masse ist der
Dividend von Energie zu Geschwindigkeit zum Quadrat , spielerisch, scheinbar zauberhaft umgehen kann. Er weiß, Materie zu erschaffen und Materie zu verändern und sogar verschwinden zu lassen , Energien zu kontrollieren und zu schicken.
Dieser Magier, auf den ich gerade anspreche,ist ein sog. Archetyp. Archetypen sind angeborene Leitbilder von Verhalten, Vorstellungen und Erfahrungen im kollektiven Unbewussten. (nach C. G. Jung) und sie sind eine überpersönliche Schicht des
Unbewussten mit zeitlosen vererblichen Strukturen, die das Verhalten und der Leben der Menschen beeinflussen. Und hiermit kommen wir zur nächsten Arbeit, die Archetypenarbeit (Tanz). In dieser Arbeit, die auf einem Sockel den Aufbau die vereinfachten
Hauses darstellt, sehen wir auf der untersten Ebene verschiedene Archetypen. Wir sehen einen Krieger, eine Kriegerin, eine Priestin, wir sehen eine Anima und einen Animus.
Anima und Animus sind nach C. G. Jung die gegengeschlechtlichen Vorstellungen im Mann oder
in der Frau. Die Bewusstmachung von den unbewussten Archetypen führt zur Entwicklung eines
Selbst., eines gesunden Selbst.
Allerdings, wenn sie nicht bewusst sind, dann tauchen sie auf als Schatten, als Schattentanz , das
sind die vom Bewussten Ich abgelehnten Einstellungen. Mit diesen unbewussten Einstellungen
kann man das Selbst nicht gewinnen. In der Geschichte vom Schlehmil, der seinen Schatten
verkauft, finden wir dieses Motiv wieder, nämlich mit dem Verkauf seines Schattens verkauft er
seine Seele und kann nicht mehr ganz werden.
Dieses Werden, Vergehen, Auflösen, Klarwerden, größer werden, kleiner werden, finden wir in
dieser Arbeit besonders deutlich dargestellt. Die Archetypen sind nicht fassbar, obwohl sie sehr
konkret sind.
Auf der zweiten Ebene dieser Arbeit sehen wir einen Mann und eine Frau in einem nicht endenden
Tanz umeinander herum. Dieses kann man sich vorstellen als eine Art Tanz, auch Tanz des
Lebens. Und ein Tanz ist sehr stark verbunden mit Lust oder Freude. Ist das die Ebene, die zu
erreichen ist, wenn die Schattenwelt der Archetypen bewusst ist, obwohl wir dort noch in der
Dualität sind? Die oberst Ebene dieser Arbeit stellt einen Mann und eine Frau dar, die durch eine
Art quer gelegtes Kreuz miteinander verbunden sind und über denen sich eine Taube zu ihnen
herunterneigt.
Dieses Bild ist ein Zentralbild der Alchemie. Es ist die sog. chymische Hochzeit, und sie steht
dafür, dass eine Ganzwerdung stattgefunden hat, nämlich die Integration von dem Unbewussten,
die Integration der gegengeschlechtlichen Anteile der Anima und des Animus.

 
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